Gründerreport 2012 – Rekordtief bei Existenzgründungen erwartet
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag erwartet in diesem Jahr ein Rekordtief bei Existenzgründungen in Deutschland. Als Gründe für die Flaute wird zum einen der anhaltenden Aufschwung am Arbeitsmarkt gesehen und zum anderen der massive Umbau der Gründungszuschusses durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Gründerreport 2012
In einer aktuellen Studie rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertags (DIHK) mit weniger als 400.000 Existenzgründungen in 2012. Laut dem Gründerreport wird in 2012 so wenige Existenzgründungen wie seit der Wiedervereinigung mehr geben. Bereits in 2011 sind die Existenzgründerzahlen gesunken.
Mit dem anhaltenden Aufschwung am Arbeitsmarkt und dem massiven Umbau am Gründungszuschuss wird sich dieser Trend in 2012 massiv fortsetzen. Immer weniger Menschen wollen in Zeiten großer Arbeitskraftnachfrage eine eigene Existenz aufbauen. Das Bonner Institut für Mittelstandsforschung (IfM) hatte für 2005 noch über 500.000 Existenzgründungen registriert. In 2010 waren es immerhin noch 418.000 und für 2011 wird mit ca. 400.000 Existenz- und Unternehmensgründungen gerechnet.
Hinzu kommt die Unsicherheit vieler Existenzgründer im Bezug auf die Förderung durch den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit.
Dies gilt jedoch nicht für alle Bevölkerungsgruppen: Der Gründerreport 2012 verzeichnet einen steigendes Interesse von Frauen an einer Existenzgründung. Seit 2002 ist der Anteil von Frauen an einer Existenzgründung von 33 auf 41 Prozent gewachsen.
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