Top-Talente als Existenzgründer
Immer mehr Absolventen einer Ausbildung zum „Master of Business Administration“ finden sich auf der anderen Seite des Schreibtisches wieder: Statt lukrativen Prestigejob suchen Top-Talente vermehrt ihre Erfüllung in der Selbstständigkeit. Das Masterstudium bietet sehr gute Voraussetzungen für eine Existenzgründung.
Ideenschmiede MBA
Nicht selten Treffen im Rahmen der nebenberuflich absolvierten MBA-Programme sehr gut ausgebildete Akademiker und Berufspraktiker aufeinander. Da bleibt es nicht aus, dass im Rahmen des Studiums Geschäftsideen entwickelt, Businesspläne geschrieben und Gedanken zur Umsetzung gemacht werden. Was am Ende des Studiums nur noch fehlt, ist der Schritt in die Selbstständigkeit, den trotz guter Ideen, hervorragender Ausbildung im Businessbereich und gute Vernetzung bisher nur wenige MBA-Absolventen wagen.
Entrepreneurship - Unternehmertum
Natürlich ist ein MBA-Studium nicht auf eine Existenzgründung angelegt, sondern auf das höhere Management in großen Unternehmen, aber sehr viele Inhalte lassen sich sehr gut auf die Gründung einer Selbstständigkeit übertragen – beispielsweise Buchhaltung, Investition, Kosten-Leistungsrechnung, Marketing etc. Das Unternehmertum ist in den vergangenen Jahren wesentlicher Bestandteil von MBA-Studiengängen geworden. In Planspielen beispielsweise lernen die Studierenden, wie ein Unternehmen aufgebaut und geführt wird. Neben den betriebswirtschaftlichen Grundlagen lernen die Studierenden dabei gleichzeitig Verantwortung für sich und ihr Unternehmen zu übernehmen. Eigentlich ist der MBA-Ansatz eher auf ein generalistisches Studium ausgelegt, weshalb die Übernahme von Führungsverantwortung lange Zeit Hauptbestandteil einer solchen Ausbildung war.
Das nur wenige Absolventen eine Existenz gründen, kann u.a. an der Erwartung liegen, nach dem Abschluss einen prestigeträchtigen und lukrativen Job in einem großen Unternehmen zu übernehmen. Erfreulich ist daher der Paradigmenwechsel vieler Business-Schools: Weg von einem ausschließlichen Studium Generale hin zu einem Mehr an Entrepreneurship im Studium.
Unterstützung
Nicht nur die betriebswirtschaftliche Vorbereitung und allerlei Workshops, Seminare und Vorlesungen zum Thema Entrepreneurship sind für die Unternehmensgründung nach Abschluss des MBA-Studiums von Vorteil. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist der Einfluss eines solchen Studienabschlusses auf Investoren wie Banken, Risikokapitalgeber oder Business-Angels.
Viele Business-Schools haben darüber hinaus die Nachfrage nach Entrepreneurship an ihren Instituten erkannt und entsprechende Beratungs- und Informationszentren eingerichtet. Viele Business-Schools unterstützen ihre Absolventen auch finanziell bei der Unternehmensgründung – teilweise mit sechsstelligen Beträgen.
Andere Business-Schools unterstützen ihre Studierende, in dem sie die Entwicklung einer Geschäftsidee bis zur Marktreife in das Studium integrieren und diese als Abschlussarbeit von einer Expertenjury bewerten lassen. Allerdings ist es nach wie vor noch eher die Ausnahme als die Regel, wenn Absolventen ihre Idee realisieren und eine eigene Existenz gründen.
(Bild: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de)
Tags: Business-School, Entrepreneurship, Existenzgründer, Existenzgründung, Gründer, Gründung, MBA, Selbstständig, Selbstständigkeit, Studium, Universität, Unternehmertum
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