Steigenden Existenzgründungen im Hightech-Bereich

7. Januar 2011 von JK

Zum ersten Mal seit Jahren steigen die Zahlen der Existenzgründungen im Hightech-Bereich wieder. Doch ein Grund zur Entwarnung ist diese zaghafte Entwicklung nicht, wie eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung zeigt.

Hightechland Deutschland

Das Deutschland ein Land der Hochtechnologie ist, ist der Glaube vieler Politiker, den sie gern unterm Volk verbreiten. Eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), die in Zusammenarbeit mit Microsoft Deutschland und dem Direktvertriebsunternehmen Amway erstellt wurde, bestätigt zumindest, dass die Zahl der Existenzgründungen im Bereich Hightech erstmals seit Jahren wieder gestiegen sind.

Ganz konkret stieg die Zahl der Unternehmensgründungen in Deutschland 2009 um 20 Prozent. Die Studie sieht einen Grund für den Anstieg in der Einführung der neuen Unternehmensgesellschaft (UG haftungsbeschränkt). Die neue Rechtsform, gerne auch als Mini-GmbH bezeichnet – wegen ihrer geringen Mindesteinlage von einem Euro (Mini) und der Haftungsbeschränkung (GmbH) –, erleichterte die Gründung neuer Unternehmen in der Hightech-Branche.

Rechnet man die Unternehmensgesellschaften aus der Statistik heraus, bleibt immerhin noch ein Anstieg von 3,1 Prozent im Vergleich zu 2008. Doch dieses Ergebnis ist mitnichten ein Signal der Entwarnung. Im Gegenteil: Die Experten der ZEW rechnen mit einem weiteren Abwärtstrend. Darüber hinaus entfallen die meisten Neugründungen auf Softwareunternehmen.

In anderen Bereichen der Spitzentechnologien, wie etwa der forschungsintensiven Medizintechnik, gingen die Unternehmensgründungen in 2009 sogar um 13 Prozent zurück. Doch es sind genau diese Bereiche, die laut der Studie die größten Wachstumschancen am Weltmarkt besitzen. Vergleicht man den Gesamttrend der Gründungen im Hightech-Bereich, so ist die Zahl immer noch verhältnismäßig niedrig. Im Vergleich zu den 90er Jahren hat sich die Gesamtzahl der Hightechgründungen halbiert.

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